Frequently Asked Questions

RSS (Really Simple Syndication) = Eine einfache Methode zur schnellen Übertragung von Web-Inhalten

Stell Dir vor, Du stehst im größten Kiosk der Welt, der bis unter die Decke voll ist mit aaaallen Zeitungen, Zeitschriften, Magazinen, Comics usw. dieser Welt.

Du fängst an zu lesen und reißt Dir die ein oder andere Seite heraus (mach das bitte in keinem echten Kiosk!). Hier ein Lieblingsrezept, dort eine Bastelanleitung, ein interessanter Artikel, ein lustiger Comic.

Das, was Du jetzt gerade machst, wäre, übertragen auf die digitale Welt und Webseiten: Lesezeichen anlegen. Entweder in Deinem Browser oder mithilfe eines Tools oder Services.

Während Du so stöberst, stellst Du fest, dass sich Lieblingshefte herauskristallisieren. Also Hefte, bei denen Du die neuen Ausgaben nicht verpassen möchtest. Eine Lösung wäre: Abonniere sie!

Aber was machst Du mit Webseiten, bei denen es Dir ähnlich geht? Eine Lesezeichenliste Deiner Lieblingswebseiten anlegen, diese täglich abklappern und gucken, ob es neue Beiträge gibt?

Könntest Du machen, geht aber praktischer:
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| RICHTE DIR EINEN RSS-READER EIN!
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Viele Webseiten bieten sogenannte RSS-Feeds an (und wenn Du eine findest, die das nicht tut, frag doch mal nach, ob sie es nicht möglich machen können).
Mit dem RSS-Reader kannst Du diese Feeds kostenlos abonnieren. Der RSS-Reader fungiert dabei wie eine Sammelmappe, in die nun zukünftige neue Beiträge Deiner Lieblingswebseiten hereinlaufen.

Diese Sammelmappe kann unterschiedlich aussehen, je nachdem welchen RSS-Reader Du benutzt, und was die Webseiten für RSS-Feeds zur Verfügung stellen. Einige schicken ihren ganzen Beitrag in Deine Sammelmappe, einige vielleicht nur die Überschrift und ein paar Zeilen – sozusagen als Einladung, den Rest auf ihrer Webseite weiterzulesen.

Einige Webseiten bieten einen einzigen RSS-Feed an, in dem alle neuen Beiträge enthalten sind, andere bieten verschiedenen RSS-Feeds an, damit Du wählen kannst, ob Du z.B. nur den Feuilleton- oder nur den Sportteil lesen möchtest.

Es gibt auch RSS-Feeds für Kommentare, falls Du irgendwo eine interessante Unterhaltung verfolgen möchtest.
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| ICH MACH MIR DEN FEED, WIDDE WIDDE WIE ER MIR GEFÄLLT!
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(¯`·._.·(¯`·._.· Gut für Macher*innen: ·._.·´¯)·._.·´¯)

Deine Werke (Bilder, Fotos, Texte) bleiben bei Dir, auf Deiner Webseite. Du musst sie nicht woanders hochladen. Teile einfach Deine Beiträge.

Wenn Du etwas neues veröffentlichst, werden die Abonnent*innen Deines RSS-Feeds automatisch informiert und zwar immer und über alles, ohne dass ein Algorithmus dazwischen funkt.

Du entscheidest selbst, wieviel und was in Deinem RSS-Feed angezeigt werden soll/darf.

(¯`·._.·(¯`·._.· Gut für Leser*innen: ·._.·´¯)·._.·´¯)

In Deinem Feed-Reader läuft nur ein, was Du abonniert hast und wenn Dich etwas nicht mehr interessiert, dann schmeißt Du es wieder raus.

Du bekommst alles zu sehen, wofür Du Dich anmeldest und nicht nur das, was irgendein Algorithmus für Dich herauspickt.

Weder Du, noch die Webseitenbetreiber*innen sind von der Gunst von Social Media abhängig, sondern ihr findet direkt zueinander.
Voriger
Nächster

Wenn Deine Webseite mit WordPress gebaut wurde, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen RSS-Feed anbietet sehr hoch (es sei denn, er wurde absichtlich ausgeschaltet).

Du kannst es herausfinden, indem Du Deine Webseite aufrufst und /feed ans Ende hängst, z.B.

https://rss-bude.de/feed

Wenn sich dann eine Code-Seite öffnet, die mit <?xml beginnt, dann hast Du einen RSS-Feed.

Wenn Deine Webseite nicht mit WordPress gebaut wurde oder Du generell checken möchtest, ob auf Deiner oder anderen Seiten ein oder vielleicht sogar mehrere RSS-Feeds (z.B. für unterschiedliche Kategorien) zur Verfügung stehen, dann installiere Dir am besten eine Browsererweiterung, die das schnell für Dich herausfindet.

RSS-Browsererweiterungen:

RSS-Reader funktionieren ähnlich wie E-Mail-Programme. Statt der Mails kommen jedoch die RSS-Feeds, also Neuigkeiten der abonnierten Webseiten, dort an.

Wie bei Mail-Programmen auch, gibt es viele verschiedene Anbieter, Nutzungsmöglichkeiten und Arten der Filterung und Darstellung.

Es gibt Anbieter, die geräteübergreifende Lösungen anbieten, sodass Du Deine abonnierten Feeds sowohl am Rechner, als auch auf den mobilen Geräten verfolgen kannst.

Einige funktionieren als unabhängige Apps, andere direkt im Browser.

Finde heraus, was für Deine Bedürfnisse und Deinen Geschmack am besten passt!

Hier eine erste  Anlaufstelle für Deine Recherche:

Ach … letztendlich wollen die ganzen Social Media-Algorithmen ja einfach nur rausfinden, was Dir gefallen könnte, um Dir ebendies zu präsentieren.

Aber weißt Du, wer das auch kann?
Du selbst! Und die Leute, denen Du folgst.

Früher, als das mit dem privaten Geblogge gerade losging, und man noch 20 Kilometer barfuß im Schnee zum nächsten Rechner laufen musste, da haben sich ähnlich tickende Blogger*innen gegenseitig verlinkt, auf ihren Webseiten besucht, kommentiert, Aktionen auf die Beine gestellt usw.

Und irgendwie war das schön. Wie so ‘n Kunsthandwerksmarkt, wo die Buchbinderin sagt: “Geh mal rüber zu Martin, der hat den perfekten Federkiel für mein Papier.”

Dieses Gefühl wieder ein bisschen aufleben zu lassen ist theoretisch überhaupt nicht schwierig.

Als Macher*in musst Du nur gucken, ob Deine Webseite einen RSS-Feed anbietet. Und damit – um im Marktplatzbild zu bleiben – Deine Webseite nicht in irgendeiner Sackgasse hängt, biete Deinen Leser*innen doch weiterführende Links zu Leuten, die Dir gefallen, an.

Als Leser*in: Installiere Dir einen RSS-Reader, nutze die Feeds und komm auf den Geschmack!

Screenshot: Feedly.com
t3n.de: “RSS-Reader: Die besten Plattformen und Apps für echte Feed-Junkies”

Kurzer Einschub:
Rührst auch irgendwo die Werbetrommel für Feeds und/oder Blogrolls? Hast Du Tipps für gute Reader oder Tools? Melde Dich! Ich verlinke Deinen Artikel gerne!

Socialmediatechnisch genügt es doch eigentlich, wenn man sich einen Kanal rauspickt, der einem am ehesten liegt und den dann für die Kommunikation nutzt, oder? Das spart den Stress, alle Kanäle bedienen zu wollen.

Klar kann man das auch über die Kommentare auf der eigenen Webseite regeln, aber die zu administrieren kann ein ganz schöner Zeitfresser werden. Und ätzend auch, wenn die Spammer und Trolle sich breit machen. Die sollen sich lieber “draußen” abarbeiten und nicht in Deiner guten Stube.